MSc Denkmalpflege - Projekte

Archäologische Lehrgrabung - September 2016

Im Rahmen der Lehrgrabung ging es in diesem Jahr hinauf auf den Petersberg – welcher sich circa 10 km nördlich von Halle befindet. Die das umgebende Flachland weit überragende Porphyrkuppe hat eine Höhe von 250 m ü. N.N. und ist somit „die höchste Erhebung zwischen Harz und Ural“. Das sich darauf befindliche Kloster Petersberg mit der Stiftskirche St. Petrus ist ein ehemaliges Augustinerchorherrenstift. Seit 1999 besteht hier eine evangelische Klosterkommunität der Christusbruderschaft Selbitz. Weitere Bauwerke auf dem Berggipfel sind der Bismarckturm – einer von noch 15 erhaltenen in Sachsen-Anhalt – und ein 119 m hoher Fernmeldeturm nebst Fernmeldehochhaus.

Das lange Bestehen des Klosters – es wurde 1142 gegründet – weckte das Interesse der zuständigen Personen. Besonders die südlich des Klosterkomplexes gelegene Ruine sollte erforscht werden. Nach einer ausführlichen Einführung in die Kunst der Vermessung mit Hilfe des Tachymeters wurden zu allererst die beiden Grabungsflächen eingemessen und abgesteckt. Weiter sorgte das Vermessungsteam für das anbringen des Meterrisses am Gebäude und das Aufnehmen sämtlicher Höhen die die Ruine hergab. Gleichzeitig bildeten sich zwei Teams die für das Abtragen der zahlreichen Stein- und Erdschichten in den Grabungsfeldern zuständig waren. Eine weitere Gruppe sorgte sich um das Aussieben und das Reinigen der einzelnen Funde. Zusätzliche Aufgaben waren das Festhalten der jeweiligen Grabungsebenen mit Hilfe von maßstäblichen Zeichnungen und Fotografien und das Entnehmen von Mörtelproben aus dem Mauerwerk der Ruine. Zum Abschluss erfolgte noch ein verformungsgetreues Aufmaß des ehemaligen Hospizgebäudes.

Bilder der archäologischen Lehrgrabung
SS 2014 - 3. Semester

 

 

Fachwerk-Modell

Im ersten Semester baut jeder Student ein Fachwerkhaus.

 

 

Auswahl der Fachwerkmodelle