Virtual Reality Labor

Virtual Reality, kurz VR, erlaubt dem Anwender ein interaktives Arbeiten in einer computer-simulierten, virtuellen Umgebung. Großformatige stereoskopische Projektionen erzeugen für den Betrachter einen sehr realitätsnahen Eindruck virtueller Szenarien – Gebäude, Objekte, Prozesse - und erlauben ein realistisches intuitives "Erleben" der virtuellen Umgebung. So können komplexe Zusammenhänge rascher und anschaulicher beurteilt werden, als an herkömmlichen Monitoren. 

Die Anwendungsbereiche liegen im Bereich der Formfindung und Konzeptentwicklung im architektonischen Entwurf,  der Analyse historischer Entwicklungen in Bauforschung und Denkmalpflege oder Vorhabensimulationen im Städtebau. Denkbar sind aber ebenso die Analyse von Prozessstrukturen im Facility Management oder Visualisierungen immens großer Datenmengen in der Geoinformation. Konzepte, Modelle und Installationen können als Echtraumerleben erfahren und ausgewertet werden.

Das Labor verfügt über eine als 3D-Rückwand-Projektionssystem ausgelegte Powerwall von 4,50 x 2,50 m. Das System basiert auf der Technologie des Passiv-Stereo-Sehens. Die Trennung der überlagert auf die Wand projizierten Ansichten für das rechte und linke Auge erfolgt mittels Polfilter-Brillen. 

Für die intuitive Navigation sorgt eine angeschlossene SpaceMouse. Sie erlaubt über einen JogShuttle ein Bewegen, Drehen und Zoomen in allen 6 Freiheitsgraden. Eine weitere Arbeitsstation ist mit einem Planar-Stereoskop-Display ausgestattet und erlaubt ebenso ein immersives Arbeiten am räumlichen Modell.

Ergänzend steht ein 3D-Scansystem zur Verfügung - auf Basis angefertigter Fotografien analoger Modelle wird ein digitales Netzmodell errechnet, das in beliebigen CAD-Systemen weiter bearbeitet werden kann. 

Den Workflow analog – digital –analog komplettiertein 3D-Drucker, der über die Modellbauwerkstatt des Fachbereiches betreut wird. Er ermöglicht die Ausgabe beliebig digital generierter Formen aus stabilem ABS-Kunststoff. Die Modelle werden im PolyJet-Verfahren aus 0,18 mm feinen Kunststoffsträngen, ähnlich dem Prinzip einer Heißklebepistole, Schicht für Schicht aufgebaut. So nehmen auch  von Hand nicht zu fertigende organische Entwürfe oder sehr filigrane Modelle Form an. 

Das Material erlaubt unterschiedlichste Formen der späteren Modellbearbeitung, etwa Sägen, Schleifen, Bohren oder Lackieren.

Hardware

  • Powerwall 2,50 x 4,40 m mit Passiv-Stereo-Projektion mit Polfiltertechnologie
  • 2 Christie Beamer, Auflösung 1920 x 1080 Pixel, je 4100 ANSI Lumen      
  • 3 HP Workstation
  • SpaceMouse '3DConnexion Spacenavigator' und '3DConnexion Spaceexplorer'
  • Planar-Stereoskop-Bildschirm
  • 3 Studio-Leuchten mit Tageslichtbirnen und Studioschirmen
  • 3D-Drucker Dimension Elite, Bauraum 203 x 203 x 305 mm
  • SpheronCam HDR 

Software

    • Autodesk AutoCAD 2012
    • Autodesk 3DStudio MAX 2012
    • Autodesk Maya 2012
    • Rhinoceros - Flamingo - Bongo – Penguin
    • SketchUp
    • VR4MAX R7
    • IModeller
    • CityEngine